Teuere
Urlaubs-Grüße mit dem Handy
Moderne
Menschen wollen überall erreichbar sein - auch
in den schönsten Wochen des Jahres. Das Mobiltelefon
(Handy) gehört deshalb immer häufiger ins
Urlaubsgepäck. Doch gerade im Ausland stolpern
Handybesitzer oft in die Kostenfalle. Was viele nicht
wissen: Auch wer im Urlaub angerufen wird, muss zahlen.
Zum Teil gibt es erhebliche Preisunterschiede bei den
ausländischen Anbietern.
Handy-Profis erkundigen sich bereits vor der Abreise,
welche Telefongesellschaft die günstigste ist,
und wählen diese vor Ort gezielt aus. "Roaming
bzw Einbuchen" wird im Handy-Jargon, die bewusste
Eingabe eines bestimmten Netzes bezeichnet.
Handy-Tipp: Die meisten Handys wählen sich
vor Ort automatisch den, i.d.R frequenzstärksten,
Netzbetreiber aus, dies ist allerdings nicht immer der
Günstigste.
Die Handy-Einstellung, um manuell nach einem Netzbetreiber
zu suchen, finden Sie unter:
Einstellungen (auswählen) ->Telefoneinstellungen
(auswählen) -> Netz wählen (auswählen)
-> manuell
Informationen über Roaming-Gebühren im Ausland
erteilen die Telefongesellschaften
Im Internet unter:
Eine
kostengünstige Alternative mit dem Handy oder aber
von Telefonzellen bzw. aus dem Hotel im Ausland zu telefonieren
sind die sogenannten Call-Through-Karten, hier erwirbt
man sich ähnlich wie bei einer Prepaid-Karte ein
Guthaben bei einem bestimmten Telefonanbieter, das man
je nach Bedarf abtelefonieren kann. Bei diesem Verfahren
erhält man eine PIN und eine Einwahlnummer zu dem
Netzbetreiber, so daß keine Gebühren an den
lokalen Netzbetreiber zu entrichten sind. Die Call-Through-Karten
erhält man in den klassischen Urlaubsziele in nahezu
jedem Souvenirladen, wichtig dabei ist, daß der
Verkäufer eine günstige Call-Through-Karte
für Gespräche nach Deutschland in seinem Programm
hat.
In Italien ist übrigens der Verkauf von Prepaid-
und Call-Through-Karten, aufgrund der "Mafia-Gesetze",
ohne Angabe einer Steurnummer nicht erlaubt, also für
Touristen kommt diese Alternative in Italien nicht in
Frage.
(Quelle:
www.3sat.de,
di@l neues, 27.06.2001)
Auch die Erreichbarkeit hat ihren Preis. Denn anders
als bei Festanschlüsse zahlt der Handy-Telefonierer
im Ausland auch für ankommende Gespräche.
Wer keine Gespräche empfangen will, kann alle ankommenden
Gespräche sperren lassen.
Teuer zu stehen kommen kann auch die Mailbox, der Anrufbeantworter
des Handys. Denn wer im Ausland angerufen wird zahlt
nicht nur für die Weiterleitung zu seinem Handy.
Wird das Gespräch nicht angenommen, geht es nach
Deutschland zur Mailbox zurück, wofür die
Gebühren des ausländischen Netzbetreibers
anfallen. Diese hat der Karteninhaber (Prepaid-karten)
ebenfalls zu zahlen.
Handy-Tipp: Falls man nicht gerade einen wichtigen
Anruf erwartet, sollte man die grundsätzlich Mailbox
im Ausland ausschalten.
Ganz besonders teuer sind Gespräche zwischen zwei
deutschen Handy-Teilnehmern im Ausland, denn es entstehen
doppelte Kosten für den Anrufer und für den
Empfänger. Der Anrufer zahlt ein Auslandsgespräch
aus dem jeweiligen Netz nach Deutschland, der Angerufene
die Weiterleitung an sein Mobiltelefon. Günstiger
als Telefonieren ist es deshalb oft, nur eine Kurznachricht
per SMS (hier werden ebenfalls Auslandsgebühren
fällig) zu versenden.
Telefon-Tipp: Um Kosten zu sparen, kann man sich
im Ausland an sehr vielen Telefonzellen von zu Hause
aus anrufen lassen (im Gegensatz zu den öffentlichen
Telefonzellen der "modernen" Telekom ist dies
im europäischen Ausland, USA und Kanda möglich).
Dazu teilt man dem Anrufer, die Telefonnummer der öffentlichen
Telefonzelle, am Besten per SMS mit. Dieser sucht sich
den günstigsten Call by Call-Anbieter für
das entsprechende Auslandsgespräch aus und wählt
die angebebene Telefonzelle an. Billiger geht's nicht,
ist halt nur etwas unverschämt gegenüber dem
Anrufer.
In puncto Netzabdeckung (Erreichbarkeit der Handies)
hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. In
Europa sind Mobiltelefonierer praktisch überall
erreichbar. Lücken gibt es jedoch in Übersee.
Nordamerika-Reisende sind auf einige regionale Netze
beschränkt oder sie benötigen wegen der unterschiedlichen
Funkfrequenzen ein spezielles Telefon (Tri-band-Handys),
um mit der deutschen Handy-Karte telefonieren zu können.
Man kann diese Geräte für rund 500 DM kaufen
oder bei den Mobilfunkbetreibern und einigen Reiseverantstaltern
mieten. Vier Wochen kosten etwa 25 - 30 Euro. Inzwischen
gibt es auch "Tri-Band-Handys", die praktisch
weltweit eingesetzt werden können. (WZ/ Westdeutsche
Zeitung im Internet, 15.04.2000)
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